Herbstfotos im Paulusviertel Halle: Wie ich mit Cinematic Presets meinen Illustrator-Look fand

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Herbstfotos im Paulusviertel Halle: Wie ich mit Cinematic Presets meinen Illustrator-Look fand

Das Licht im Paulusviertel hat im Spätherbst diese ganz eigene Schwere. Wenn die Sonne tief über die roten Backsteinfassaden streift und die Schatten der Erker lang über das Kopfsteinpflaster fallen. Ich saß neulich wieder mit meinem MacBook am Fenster meines Ateliers — eine umgebaute Hinterhof-Wohnung, in der es nach Tusche und frischem Kaffee riecht — und habe die RAW-Dateien vom letzten großen Familienshooting gesichtet. Draußen war es grau, aber auf dem Schirm wollte ich dieses goldene Glühen, das ich sonst mit Aquarellfarben auf das Papier setze.

Bevor ich dir erzähle, wie ich meine Sony-Dateien bändige: Diese Seite enthält Affiliate-Links. Wenn du über einen dieser Links ein Preset-Paket oder einen Kurs kaufst, bekomme ich eine Provision — für dich entstehen keine Mehrkosten. Ich verlinke hier nur Dinge, die ich selbst bezahlt und in echten Familien-Aufträgen oder in meinem täglichen Workflow im Paulusviertel getestet habe.

Vom Pinselstrich zum RAW-File: Die Suche nach der Tonalität

Eigentlich komme ich von der Burg Giebichenstein. Mein Diplom ist in Illustration. Linienführung, Komposition, das ist meine Welt. Aber seit diesem ersten Shooting an der Saale im März 2024 lässt mich die Fotografie nicht mehr los. Das Problem war anfangs immer das gleiche: Die Bilder kamen aus meiner alten Sony Alpha 6000 technisch okay raus, aber sie wirkten klinisch. Kalt. Überhaupt nicht wie der weiche, erzählerische Look meiner Kinderbuch-Illustrationen. Es fehlte die Seele.

Ich dachte erst, ich muss das Handwerk wie eine Ingenieurin lernen. Also habe ich mir den Adobe Lightroom Classic Komplettkurs geholt. Über 40 Lektionen, alles sehr ordentlich. Aber nach Modul 4 war bei mir Schluss. Ich saß da, den Regen am Hinterhof-Fenster im Ohr, und starrte auf das Modul zur Gradationskurve. Es fühlte sich an wie Mathe. Mein Gehirn funktioniert aber intuitiv. Ich will fühlen, ob die Lichtkante passt, nicht Kurven berechnen. Wer linearer lernt als ich, für den ist dieser Kurs sicher Gold wert — für meine Illustratorinnen-Seele war er zu starr. Ich brauchte eine Abkürzung, die meine Bildsprache versteht.

Nahaufnahme der Bildbearbeitung in Lightroom mit Cinematic Presets am MacBook

Der Durchbruch im Saale-Aue-Schatten

Der Wendepunkt kam letzten November. Ein Shooting mit der kleinen L. und ihren Eltern in der Saale-Aue. Das Licht war diffus, fast ein bisschen zu flach. In Lightroom sahen die Gesichter fast kränklich aus, die Schatten im Gebüsch waren matschig. Ich habe dann zum ersten Mal das 100 Lightroom-Presets Paket ausprobiert. Ich war skeptisch. Presets? Klingen nach Fertiggericht. Aber als Illustratorin weiß ich: Manchmal braucht man eine Grundierung, bevor man die feinen Linien zieht.

Ich klickte auf Cinematic 03. Ein tiefes Aufatmen. Plötzlich hatten die Hauttöne diese Wärme, die ich sonst nur mit Schichten von Lasurfarben hinbekomme. Die Schatten wurden dicht, fast wie Tusche, aber ohne die Details zu verlieren. Es war genau der Look, den ich gesucht hatte. Herbstfotos im Paulusviertel Halle mit dem Cinematic Preset Look bearbeiten wurde für mich zum Standard, weil es die harten digitalen Kontraste bricht und in etwas Malerisches verwandelt.

Warum der Cinematic Look für Familien funktioniert

Wenn ich Familien im Viertel fotografiere, ist alles in Bewegung. Ein Zweijähriger hält keine Lichtkante. Er rennt. Er lacht. Er versteckt sich hinter einer alten Haustür am Steintor. Da habe ich keine Zeit, jedes Bild einzeln von Null aufzubauen. Die Cinematic-Presets geben mir eine Farbkonsistenz, die sich durch die ganze Serie zieht. Es ist wie eine feste Farbpalette für ein Buchprojekt.

Ich nutze oft die .dng-Dateien auf meinem iPhone in Lightroom Mobile. Wenn ich im Café im Viertel sitze und auf meinen Matcha warte, ziehe ich schon mal die ersten Looks drüber. Blasse Handyfotos in Lightroom Mobile retten geht damit so schnell, dass ich die Auswahl oft schon fertig habe, bevor der Milchschaum weg ist.

Lightroom Mobile Workflow in einem Atelier im Paulusviertel Halle

Die Illustratorin am Regler

Was ich an Lightroom anfangs fremd fand, war dieser Fokus auf technische Perfektion. In der Illustration lieben wir den Fehler, die auslaufende Farbe, den unregelmäßigen Strich. Mit den Presets aus dem Lifestyle Paket habe ich einen Weg gefunden, diese Unvollkommenheit zurückzuholen. Ich reduziere oft den Klarheit-Schieber — das wirkt dann wie ein weicher Aquarell-Verlauf auf der Haut. Schöne Hauttöne in Lightroom bearbeiten mit dem Blick einer Illustratorin bedeutet für mich: Weniger Schärfe, mehr Gefühl.

Letzte Woche hatte ich ein Projekt in Glaucha. Altes Mauerwerk, viel Struktur. Ein normales Foto hätte da viel zu unruhig gewirkt. Mit einem der Moody-Looks habe ich die Tonalität so weit beruhigt, dass der Fokus ganz auf dem Blick des Kindes lag. Das ist es, was ich will: Geschichten erzählen, keine Pixel zählen.

Mein Fazit nach zwei Jahren Lightroom-Tagebuch

Ich bin keine Foto-Akademikerin und werde es nie sein. Mein zweites Standbein als Familienfotografin wächst, weil die Leute diesen „ungestellten“, fast gemalten Look lieben. Die Investition in das Preset-Paket für rund siebzig Euro war für mich als Freiberuflerin ein No-Brainer — nach dem ersten bezahlten Auftrag im Dezember war das Geld wieder drin. Es spart mir Stunden am Rechner, die ich lieber mit meinen analogen Pinseln verbringe.

Wenn du auch eher der intuitive Typ bist: Such dir ein Werkzeug, das dich nicht einengt. Ob es nun ein Kurs ist, den du nach der Hälfte abbrichst (wie ich), oder ein Set von Looks, die deine Handschrift unterstreichen. Am Ende zählt nur das Bild an der Wand oder im Album, das sich nach „Zuhause“ anfühlt. Falls du noch ganz am Anfang stehst, schau dir mal meine Sony Alpha 6000 Einstellungen für natürliche Familienfotos an — das ist die Basis, bevor das Lightroom-Zauberwerk beginnt.