Herbstfotos im Paulusviertel Halle: Wie ich mit Cinematic Presets meinen Illustrator-Look fand

Überarbeitet
Herbstfotos im Paulusviertel Halle mit Cinematic Presets in Lightroom bearbeitet, warme Backsteinfassaden im Illustration-Style

Den Cinematic-Look auf die erste Herbstaufnahme gezogen, dann sofort die Sättigung einen Hauch zurück. So beginnt bei mir fast jede Familienfotografie-Serie aus dem Paulusviertel. Kein Regler von Null, keine leere Leinwand. Die Preset-Grundlage in Lightroom liegt schon da, bevor ich den ersten eigenen Handgriff mache. Für meinen Illustration-Style ist das der Kern: erst die Grundierung, dann die Linie.

Kurz zur Offenheit, bevor es ans Bild geht: Auf dieser Seite stehen Affiliate-Links. Kaufst du über einen davon ein Preset-Paket oder einen Kurs, bekomme ich eine kleine Provision — für dich bleibt der Preis gleich. Verlinkt wird nur, was in echten Familien-Aufträgen und im täglichen Ablauf bei mir wirklich durch die Mangel gegangen ist.

Mein Handwerk ist eigentlich die Illustration — Diplom an der Burg Giebichenstein, Linienführung und Komposition, Aquarell und Tusche. Die Fotografie kam als zweites Standbein dazu. Der erste Reflex war, sie wie eine Ingenieurin zu lernen, Regler für Regler. Wer so tickt, fährt mit einem strukturierten Adobe Lightroom Classic Komplettkurs gut: sauber aufgebaut, ein Modul nach dem anderen. Mein Kopf arbeitet anders. Ich will fühlen, ob die Lichtkante sitzt, statt Kurven durchzurechnen.

Die Preset-Grundlage zuerst, die Einzelretusche danach

Herbstlicht im Paulusviertel wechselt im Minutentakt. Wolke davor, Wolke weg, die tief stehende Sonne kippt über die Backsteinfassaden und ist zwei Bilder später wieder fort. Wer da jedes Foto einzeln von Hand aufzieht, ohne feste Grundlage, bekommt am Ende eine Serie, in der jeder Frame ein bisschen anders tickt: mal wärmer, mal grünstichig, mal zu flau. Das war lange mein Bremsklotz: eine ganze Nachmittagsserie, und keine zwei Bilder sprechen dieselbe Sprache.

Die Grundlage aus dem 100 Lightroom-Presets Paket dreht das um. Ein Look sitzt auf der kompletten Auswahl, die Tonalität zieht sich durch wie eine feste Farbpalette für ein Buchprojekt. Danach feile ich nur noch am einzelnen Bild statt an jedem von Null. Ob RAW oder JPEG die bessere Basis ist, ist ein Thema für sich. Ich arbeite hier mit den ARW-Dateien der Sony. Während Lightroom die Vorschau eines ganzen ARW-Stapels aufbaut, rattert die externe Platte leise vor sich hin, und in genau diesem Moment treffe ich die Auswahl.

Wann trägt der Cinematic Look bei Familien in Bewegung?

Ein Zweijähriger hält keine Lichtkante. Er rennt, dreht sich weg, ist aus dem Bildschnitt, bevor ich nachgefasst habe. Eines der Bilder, an denen ich am meisten hänge, ist genau so entstanden: das Kind sprintet los, der Frame wird unscharf, und trotzdem trägt die Lichtstimmung die ganze Szene, weil die Tonalität schon unter allem liegt. Der Cinematic-Look bricht die harten digitalen Kontraste und macht daraus etwas Malerisches. Wenn ich Herbstfotos im Paulusviertel Halle mit dem Cinematic Preset Look bearbeiten will, ist das der Grund: dichte Schatten wie frisch aufgetragene Tusche, warme Hauttöne wie mehrere Lasurschichten, ohne dass die Details absaufen.

Den Look nach dem Licht im Paulusviertel wählen

Das Paket bringt hundert Looks in dreizehn Stilrichtungen mit; für Familien greife ich fast nur zu dreien. Cinematic, wenn die tief stehende Sonne lange Schatten über das Kopfsteinpflaster legt, filmische Tiefe ohne Süße. Moody an den bleigrauen Tagen, an denen der Himmel über Halle nur eine graue Fläche ist; der Look macht aus Tristesse eine ruhige Melancholie. Natural für die hellen Momente, wenn das Licht am Marktplatz weich über die Nordseite fällt und der Marktkirchen-Schatten die Kanten mildert.

Nicht jeder Look sitzt beim ersten Zug. Bei einem Familienporträt neulich am Marktplatz habe ich zuerst Moody aufgezogen, und die Schatten in den Gesichtern kippten zu schwer, fast blaustichig. Zwei Klicks zurück, stattdessen Cinematic, die Schatten einen Tick angehoben. Sofort saß die Stimmung, ohne dass das Bild seine Ruhe verlor. Die Faustregel bei mir: erst das Licht lesen, dann den Look, nicht umgekehrt.

Cinematic Preset auf einem Herbst-Familienporträt in Lightroom Classic am MacBook, Regler für Tonalität und Schatten

Lightroom Mobile und die .dng-Grundlage im Café

Praktisch am Paket: die Looks liegen doppelt vor — .xmp für Lightroom Classic am MacBook, .dng für Lightroom Mobile auf dem iPhone. Sitze ich im Café im Viertel und warte auf den Kaffee, ziehe ich die erste grobe Auswahl schon durch und lege einen Look drüber. Blasse Handyfotos in Lightroom Mobile retten geht so schnell, dass die Vorsortierung oft steht, bevor der Milchschaum in sich zusammenfällt. Zuhause am großen Schirm finalisiere ich dann — gleicher Look auf beiden Geräten, keine Brüche in der Serie.

Lightroom Mobile mit .dng-Preset auf dem iPhone, Herbstserie aus dem Paulusviertel vorsortiert

Den Klarheit-Regler wie einen Tusche-Druck lesen

Nach der Grundlage kommt die eigene Handschrift, und hier fühlt sich Lightroom für mich am ehesten nach Zeichentisch an. In der Illustration lebt vieles vom Fehler: der auslaufenden Farbe, dem unregelmäßigen Strich. Den hole ich mir am Regler zurück: Klarheit ein Stück runter, und die Haut wirkt weniger wie ein technisches Datenblatt, mehr wie ein weicher Aquarell-Verlauf. Mit den Looks aus dem Lifestyle Paket als Ausgangspunkt bleibt genau für diese gewollte Unschärfe Raum. Schöne Hauttöne in Lightroom bearbeiten mit dem Blick einer Illustratorin heißt bei mir: weniger Schärfe, mehr Gefühl.

So spart die Grundlage Stunden in der Familienfotografie

In zwei Jahren mit Familienporträts hat sich dieser Ablauf zu meinem festen Gerüst verdichtet: Grundlage drauf, Licht lesen, Look wählen, dann die eigene Linie ziehen. Er spart die Stunden am Rechner, die früher jedes Einzelbild gefressen hat. Zeit, die jetzt den analogen Pinseln gehört. Arbeitest du eher intuitiv, ist eine Preset-Grundlage keine Abkürzung um das Handwerk herum, sondern die Grundierung, auf der deine Handschrift überhaupt erst sichtbar wird. Und falls du noch bei der Kamera stehst: meine Sony Alpha 6000 Einstellungen für natürliche Familienfotos sind die Basis, bevor in Lightroom überhaupt der erste Look fällt.